Ein Weckruf für Eltern

Veröffentlicht am 25. März 2025 um 20:20

Ein Weckruf für Eltern

Ein Leopard hat sich die Beute geschnappt – in seinem Kiefer hängt der leblose Körper eines Pavians. Der Jäger will seine Beute zu seinen Jungen bringen. Doch ein kleiner, bewegender Moment sticht heraus: Am Körper seiner toten Mutter klammert sich ein Pavianbaby fest. Mit Angst in den Augen weigert es sich, sie loszulassen.

 

Dieses Foto sagt tausend Dinge. Doch was mich am meisten berührt, ist die Tatsache, dass ein Kind seinem Elternteil folgt – bedingungslos. Du kannst dieses Kind direkt in die Hölle führen, und es wird dir folgen, ohne zu hinterfragen. Du kannst es auf deinen Rücken nehmen und in ein Land voller Möglichkeiten tragen – oder es an der Hand in dein persönliches Chaos ziehen.

So oder so: Es klammert sich an dich.

 

Und damit stellt sich die wichtigste aller Fragen:

Wohin führst du deine Kinder?

 

Es gibt eine unbequeme Wahrheit, über die kaum jemand spricht.

Kinder tragen nicht ihre eigenen Wunden – sie tragen deine.

Sie kommen nicht krank auf die Welt. Sie sind nicht „verhaltensauffällig“, weil sie schlecht sind.

Sie sind Spiegel. Sensoren.

Und wenn sie schreien, trotzen, sich zurückziehen oder explodieren, dann tun sie das oft nicht wegen sich – sondern wegen dir.

 

In jeder Familie, in der ein Kind kämpft, lohnt sich ein Blick auf die Erwachsenen.

Denn die Realität ist:

Der Fisch beginnt vom Kopf zu stinken.

Das Chaos kommt selten vom Kind. Es kommt von den unausgesprochenen Spannungen, von verdrängten Themen, von emotionaler Unreife in der Elternschaft.

 

Ich habe in meiner Arbeit Kinder behandelt, die ich nie gesehen habe.

Die Eltern kamen. Erzählten.

Wir arbeiteten an ihren Wunden – nicht an den Symptomen des Kindes.

Und dann? Das Kind hörte auf, „auffällig“ zu sein.

Nicht, weil es sich angepasst hat – sondern weil es endlich frei atmen konnte.

 

Kinder folgen dir. Immer.

 

Du kannst dein Kind auf deinem Rücken in ein Leben voller Möglichkeiten tragen.

Oder es an der Hand in deine inneren Abgründe ziehen.

Es wird dir folgen. Bedingungslos. Ohne Urteil. Ohne Schutzfilter.

Das ist das Tragische – und das Kraftvolle.

 

Kinder lernen nicht durch Erklärungen. Sie lernen durch Beobachtung.

Wenn du dich selbst ablehnst, dich kritisierst, über deinen Körper lästerst, dich aufopferst oder ständig selbst verlierst – dann wird dein Kind genau das lernen:

So ist das Leben. So geht Erwachsensein.

 

Wie du dich behandelst, so wird dein Kind sich selbst behandeln.

Wie du mit dir sprichst, so wird es innerlich mit sich reden.

Wie du dich selbst liebst – oder eben nicht – so wird es lernen, sich zu lieben.

 

Das wertvollste Erbe ist nicht auf deinem Bankkonto.

 

Du kannst deinem Kind ein Haus hinterlassen, ein Auto, ein Sparkonto.

Aber all das ist wertlos, wenn du ihm nicht das eine gibst, das es am meisten braucht:

Mentale Gesundheit.

 

Zieh dein Kind so auf, dass es später nicht zur Therapie muss, um deine Erziehung zu überleben.

Nicht, weil Therapie etwas Schlechtes ist – im Gegenteil.

Aber weil es deine Verantwortung ist, keinen Schaden zu hinterlassen, den es dann mühselig aufarbeiten muss.

Das ist das größte Geschenk: Ein Kind, das erwachsen wird, in sich ruht, sich selbst versteht – und das nicht Jahre damit verbringt, sich von dir zu erholen.

 

Und wenn du denkst, es bleibt folgenlos – denk nochmal.

 

Ein Kind, das im Chaos aufwächst, wird sich im Chaos zu Hause fühlen.

Ein Kind, das Gewalt, Alkohol, emotionale Instabilität erlebt – wird später unbewusst Partner suchen, die genau dieses Muster bedienen.

Bindung ist geprägt. Nicht gewählt.

Und wenn Bindung für ein Kind bedeutet: Nähe ist gefährlich, Liebe ist schmerzhaft, Zuhause ist laut und unberechenbar – dann wird es sich als Erwachsener genau danach sehnen.

Weil das sein Normal ist.

 

Du präparierst die Landkarte, auf der dein Kind sein späteres Liebesleben, sein Selbstbild, seine Beziehungen navigiert.

Und diese Karte – die zeichnest du. Jeden Tag.

 

Was du deinem Kind nicht kaufen kannst, aber unbedingt schenken solltest:

 

- Wenn du selbst in deiner Kindheit Missbrauch, emotionale Vernachlässigung oder Gewalt erfahren hast, dann übernimm jetzt Verantwortung nicht für das, was dir angetan wurde, sondern dafür, dass es nicht weitergegeben wird. Generationales Trauma überträgt sich leise – in deinem Tonfall, in deinen Reaktionen, in dem, was du nicht sagst, aber ausstrahlst. Wenn du möchtest, dass deine Kinder frei aufwachsen – frei von der Last deiner Vergangenheit – dann hol dir Hilfe. Geh in Therapie, fang an, deine Geschichte zu verstehen und zu verarbeiten. Deine Heilung ist nicht nur ein Geschenk an dich, sondern ein Schutzschild für deine Kinder. Du musst das, was dir passiert ist, nicht weitervererben. Du kannst die Kette durchbrechen. Hier. Jetzt.

 

- Berühr sie. Richtig.

Halte sie. Umarme sie. Leg deine Hand auf ihren Rücken.

Nicht nur bei Angst. Auch einfach so.

Berührung ist kein Extra – sie ist Medizin.

Sie reguliert das Nervensystem.

Sie lässt Neurotransmitter frei, die die Gehirnentwicklung fördern: Oxytocin, Dopamin, Serotonin.

Sie baut Vertrauen. Sicherheit. Verbindung.

 

Ein Kind, das regelmäßig gehalten wird, lernt: Ich bin sicher. Ich bin gewollt. Ich bin willkommen.

Umarmungen sind keine Nebensache.

Sie sind Programmierung.

 

Sag nicht nur „Ich liebe dich“.

Zeig es.

Mit deinen Armen. Deinen Augen. Deiner ganzen Präsenz.

Berühr dein Kind – nicht nur mit Worten, sondern mit deiner Haut, deinem Herz, deinem Dasein.

 

- Ein gesunder Geist

Schaff ein Umfeld, in dem Gefühle willkommen sind. In dem dein Kind nicht lernt, dass es „zu viel“ ist oder „nicht genug“.

Dein Zuhören ist wichtiger als jede Methode.

Deine Präsenz heilender als jedes Spielzeug.

 

- Emotionale Intelligenz

Lebe vor, wie man mit Schmerz umgeht. Mit Wut. Mit Schuld.

Nicht perfekt – ehrlich.

Zeig deinem Kind, dass Gefühle da sein dürfen, dass sie nicht gefährlich sind.

Dass man mit ihnen tanzen kann, statt sie zu unterdrücken.

 

- Ein gesunder Umgang mit dem Körper

Mach deinen Körper nicht zum Feind. Sprich nicht verächtlich über dein Aussehen.

Dein Kind hört alles.

Es wird sich selbst so betrachten, wie du dich selbst betrachtest.

Lerne, dich selbst zu akzeptieren – nicht nur für dich, sondern für dein Kind.

 

- Bedingungslose Liebe

Nicht für Noten. Nicht für Benehmen.

Sondern einfach – weil es ist.

Sag es laut. Immer wieder.

Nicht, weil es das „braucht“ – sondern weil es das verdient.

 

- Selbstfürsorge – als Haltung, nicht als Ausnahme

Du denkst, du bist egoistisch, wenn du dir Zeit nimmst?

Falsch gedacht.

Wenn du dich nicht um dich kümmerst, zeigst du deinem Kind, dass Selbstaufgabe normal ist.

Dass Erschöpfung der Preis für Liebe ist.

Und das ist eine Lüge, die sich durch Generationen zieht.

Durchbrich sie. Zeig deinem Kind, dass es okay ist, sich selbst wichtig zu nehmen.

 

Und an die Väter – hört auf, euch rauszunehmen.

 

Deine Tochter sieht, wie du ihre Mutter behandelst.

Ob du zuhörst oder abschaltest.

Ob du hilfst oder dich entziehst.

Sie wird sich selbst durch deine Augen betrachten.

Und später jemanden suchen, der sie so behandelt wie du ihre Mutter.

 

Mach diesen Teil richtig.

 

Kinder sind keine Aufgabe. Keine Last. Kein Nebengeräusch.

 

Sie sind deine größte Aufgabe. Dein tiefster Spiegel.

Und ja – sie folgen dir. Immer.

Nicht, weil du perfekt bist.

Sondern weil sie dich lieben.

Trotz allem.

 

Carl Jung sagte: „Die schwerste Last, die ein Kind trägt, ist das ungelebte Leben seiner Eltern.“

 

Viele sagen, dass sie für ihre Kinder sterben würden, aber würdest du auch für deine Kinder leben?

 

Wenn dich das berührt hat – dann bleib nicht still.

Nicht für mich.

Für dich.

Für sie.

 

Sag, was du fühlst. Teile es. Oder nimm es einfach mit in den nächsten Moment mit deinem Kind.

Vielleicht ist dieser Text kein Artikel.

Sondern ein Anfang.

 

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Joe Turan

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The image was taken by Basque photographer Igor Altuna.

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