
„Ich war dir nie wichtig.“ Das ist die stille Botschaft, die Ghosting hinterlässt.
Obwohl es wie ein Phänomen der digitalen Welt wirkt, ist Ghosting vielleicht die zerstörerischste Art, eine Beziehung zu beenden – und gleichzeitig zu einer stillen Epidemie in unserer Zeit geworden.
Ohne Abschied. Ohne Erklärung. Ohne einen Hauch von Mut.
Ghosting ist heute das Standardende vieler Verbindungen. Und es ist ein Schlag ins Gesicht – kalt, abrupt, entmenschlichend.
Zwei Tage vor der Geburt ihres Kindes verschwindet ihr Partner.
Kein Streit. Kein Vorzeichen.
Er geht einfach. Blockiert sie. Lässt sie allein – mit der Angst, dem Schmerz und dem Kind.
Oder: Eine Woche vor der Hochzeit. Alles vorbereitet. Alles geplant.
Und plötzlich: Funkstille. Kein Anruf, keine Nachricht. Der Mann, der ihr die ewige Liebe geschworen hat, löscht sie aus seinem Leben wie ein ungelesenes Dokument.
Das ist kein Schlussmachen. Das ist kein Ende mit Würde.
Das ist: Wegwerfen.
Auslöschen.
Ein „Discard“, wie man es im Englischen nennt – wie ein abgenutzter Gegenstand, der nicht mal mehr einen Blick wert ist.
Was ist Ghosting überhaupt?
Ghosting bedeutet, den Kontakt zu einer Person vollständig und ohne Ankündigung abzubrechen.
Keine Gespräche. Keine Antworten. Kein Abschluss.
Der andere verschwindet – wie ein Geist.
Und du bleibst zurück. Fragend. Grübelnd. Zerrissen.
Was viele nicht verstehen:
Ghosting ist keine harmlose „Ich-muss-mich-finden“-Phase.
Es ist eine Form von emotionalem Missbrauch.
Manipulation durch Schweigen.
Und vor allem: ein massiver Eingriff in deine psychische Stabilität.
Warum ghostet jemand überhaupt?
- Ein unsicherer, instabiler Charakter.
Menschen, die sich selbst nicht kennen, die keine klare Identität haben, fliehen vor Nähe, sobald sie spüren, dass es echt wird. Sie haben nicht die Stärke, Dinge auszusprechen, also ziehen sie sich zurück – still und feige.
- Narzisstische oder psychopathische Persönlichkeitszüge.
Manche tun es mit voller Absicht. Weil sie wissen, wie sehr es weh tut. Und weil dieser Schmerz ihnen ein Gefühl von Macht gibt.
Sie löschen dich nicht, weil du ihnen egal bist – sondern weil sie wissen, dass du es nicht bist.
- Angst vor Konfrontation.
Sie können nicht mit deinen Tränen, deiner Enttäuschung oder deiner Wut umgehen.
Also fliehen sie. Sie blockieren dich, um deinem Schmerz nicht ins Gesicht schauen zu müssen.
- Emotionale Unreife.
Viele Menschen haben nie gelernt, wie man eine Verbindung respektvoll beendet.
Keine Vorbilder. Kein Verständnis von Integrität.
Nur Vermeidung.
- Überforderung.
Der Gedanke, eine Beziehung aufzulösen, überfordert sie. Sie drehen sich im Kreis: „Wie sag ich’s? Wann? Was, wenn sie weint? Was ist mit ihrer Familie? Was ist mit den gemeinsamen Freunden?“
Am Ende drücken sie einfach auf „Blockieren“ – weil es der einfachste Ausweg ist.
- Sie haben jemand anderen.
Oft sind Ghoster längst weitergezogen. Sie wollen keinen Ärger, keine Fragen, keine Tränen. Nur Ruhe für ihr neues Spiel.
Und was macht das mit dir?
Psychologisch gesehen kann Ghosting Symptome auslösen, die denen von posttraumatischer Belastung gleichen.
Flashbacks. Schlaflosigkeit. Anspannung. Zwanghaftes Grübeln.
Warum?
Weil dein Nervensystem nie die Gelegenheit hatte, sich zu regulieren.
Weil alles offen blieb.
Weil das Ende kein Ende war – sondern ein Sprung ins Bodenlose.
Und während du innerlich zerfällst, lebt der andere einfach weiter.
Ignoriert dich. Blockiert dich. Und falls du doch durchkommst – wird dir deine Trauer als „Drama“ ausgelegt.
Du bleibst mit offenen Fragen zurück.
Mit Erinnerungen, die du nicht einordnen kannst.
Mit einem Nervensystem, das im Alarmzustand festhängt.
Denn:
Unser Gehirn braucht einen Abschluss.
Einen Grund. Eine Erklärung. Eine Geschichte, die wir erzählen können.
Ghosting gibt dir nichts davon. Nur Leere. Und Leere wird schnell zu Selbstzweifel.
Du fängst an, alles zu hinterfragen:
„War ich zu viel?“
„Habe ich zu viel geschrieben?“
„War ich nicht attraktiv genug?“
„Habe ich etwas falsch gemacht?“
Und genau hier entsteht der größte Schaden:
Du beginnst, dich selbst durch die Linse von jemandem zu betrachten, der nicht mal den Mut hatte, Tschüss zu sagen.
Aber lass dir eines sagen:
Du bist nicht schuld.
Wenn du geghostet wurdest, sagt das alles über den anderen – und nichts über deinen Wert als Mensch.
Vielleicht warst du liebevoll, präsent, loyal.
Vielleicht hast du geglaubt, da wäre etwas Echtes.
Und dann?
Nichts.
Das ist nicht deine Schuld.
Du bist nicht zu emotional.
Nicht zu intensiv.
Nicht zu bedürftig.
Aber am Ende ist es immer dasselbe:
Ghosting ist keine Rücksichtnahme – es ist emotionale Feigheit.
Menschen mit Anstand, mit Integrität, mit Empathie – die gehen nicht so.
Sie sprechen.
Sie erklären.
Sie halten Raum für deine Emotion – auch wenn’s weh tut.
Denn ja, eine gesunde Trennung kann traurig sein.
Aber sie hinterlässt keine Fragezeichen.
Ghosting hingegen ist wie ein Biss von einer Schlange – und du bleibst im Wald sitzen und wartest auf eine Erklärung.
Du blutest. Du zitterst. Und anstatt ins Krankenhaus zu gehen, hoffst du, dass sie zurückkommt, dir in die Augen sieht und sagt:
„Es tut mir leid.“
Aber sie kommt nicht.
Und in der Zwischenzeit stirbt etwas in dir.
Nicht nur das Vertrauen in diese Person.
Sondern das Vertrauen in dich selbst.
Du bleibst stecken. Nicht weil die Liebe so groß war – sondern weil die Verletzung keinen Abschluss hatte.
Und vielleicht denkst du noch heute, du brauchst Antworten, um loszulassen.
Aber die Wahrheit ist: Du brauchst keine Erklärung von jemandem, der nicht mal den Mut hatte, dir in die Augen zu sehen.
Du brauchst Dich.
Deine Wut.
Deine Klarheit.
Deine Entscheidung, dass Schweigen keine Liebe ist.
Und jetzt? Wie kommst du da raus?
Hier ein paar ehrliche, ungeschönte Schritte, die dir helfen können, deinen Weg zurück zu dir selbst zu finden:
- Hör auf, Antworten zu suchen.
Es gibt keine. Zumindest keine, die dich befreien.
Der Mensch, der dich so behandelt hat, war nie in der Lage, deine Tiefe zu halten – also wird er dir auch keine Tiefe beim Abschied schenken.
- Schreib deinen Abschluss selbst.
Ein Brief, den du nicht abschickst. Eine Sprachnachricht an dich selbst. Ein Schrei ins Kissen.
Du musst das Kapitel selbst schließen – weil der andere es nie getan hat.
- Lass deine Wut raus.
Nicht alles muss „verziehen“ werden.
Manche Dinge dürfen dich wütend machen.
Und diese Wut ist oft der erste Schritt in Richtung Selbstachtung.
- Kein Rückweg. Keine Profile stalken. Keine Nachrichten schreiben.
Jede Rückschau öffnet die Wunde neu. Und du bist kein Detektiv – du bist ein Mensch, der heilen darf.
- Sprich darüber – mit echten Menschen.
Nicht jeder versteht, wie sehr Ghosting trifft.
Aber Menschen, die dich wirklich sehen, können dir den Boden unter den Füßen zurückgeben.
- Hol dir Hilfe, wenn du feststeckst.
Du musst das nicht alleine tragen. Therapie, Coaching, Austausch – alles erlaubt. Alles heilend.
- Mach Ghosting nicht zu deiner Identität.
Du bist nicht die Person, die man ignoriert.
Du bist die Person, die es verdient, gehört zu werden.
Ghosting ist kein „normaler“ Schluss.
Es ist ein abruptes, kaltblütiges Verlassen ohne Empathie, ohne Würde.
Und genau deshalb darfst du dir selbst das geben, was dir verweigert wurde:
Klarheit. Abschluss. Selbstachtung.
Teile diesen Text.
Für dich. Für andere. Für alle, die nie die Worte bekommen haben, die sie gebraucht hätten.
Denn am Ende bleibt nur eines:
Ghosting ist kein Spiegel deiner Liebenswürdigkeit – sondern ein Spiegel der emotionalen Armut des anderen.
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Joe Turan
🔹 Life Coach | Tantra- & Kuscheltherapeut
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